Gelsystem


 

Das Gel besteht aus einem UV-reaktiven Acrylgel, welches unter LED/UV-Licht aushärtet. Aufgrund der vergleichsweise einfachen Handhabe ist es in Deutschland die weitverbreitetste Methode der Verstärkung und Verlängerung. Die Kundin legt ihre Hände mit den zuvor mit Gel modellierten Nägeln in ein Härtungsgerät. Das Gel härtet darin in wenigen Minuten unter Wärmeentwicklung aus. Da es sich beim Gel um ein vergleichsweise weiches Material handelt, ist es in der Regel eher für weiche Naturnägel geeignet. In das flüssige Gel können besonders gut bunte Gele und sonstige Verzierungen wie Kristallsteinchen, Trockenblumen und Einlegemotive eingearbeitet werden, da das Modelliergel bis zum Einlegen in das Härtungsgerät längere Zeit verarbeitbar bleibt. Die meisten Gele sind beständig gegenüber Lösungsmitteln und müssen zur Entfernung gefräst werden.

 

 

Besonderheit: Fiberglas

Heute kaum noch üblich ist das Fiberglassystem, bei dem mittels eines Resinklebers Textilstreifen, meistens Glasfaser oder Seide, in mehreren Schichten aufgebracht und versiegelt werden. Diese Methode wird aber manchmal noch gebraucht, um eingerissene Naturnägel zu reparieren und ihnen die nötige Stabilität zu verleihen. Es gibt auch UV-Gele mit integrierten Glasfaserpartikeln, die sogenannten Fiberglasgele, die sehr oft als eigenständige Aufbaugele genutzt werden und gegenüber den normalen UV-Gelen eine höhere Stabilität und Haltbarkeit aufweisen.